
Wenn das Wetter nasser wird und die Temperaturen kühler, kommen viele von uns auf den Gedanken, sich lieber drinnen aufzuhalten. Aber manchmal hat man einfach keine große Lust, sich anstrengender Indoor-Aktivitäten zu widmen oder in einer Therme zu verweilen. Manchmal möchte man auch das Gehirn ein bisschen anstrengen. Was könnte da besser geeignet sein, als ein Besuch in einem Museum? Wie gut, dass die Museumslandschaft in Pforzheim so vielfältig ist! Entdeckt mit uns die Vielfalt der Museen in Pforzheim und ihre spannenden Themen!
Der Gasometer Pforzheim
Der Gasometer Pforzheim ist heute ein faszinierendes Museum, das kunst- und kulturhistorische Ausstellungen beherbergt. Ursprünglich 1956 als Gasspeicher erbaut, wird das Gebäude nun für wechselnde Kunstprojekte genutzt. Mit seiner imposanten Architektur bietet der Gasometer eine beeindruckende Kulisse für Ausstellungen, die von Fotografie bis hin zu Installationen reichen. Besonders die jährliche „Gasometer Ausstellung“ zieht Kunstliebhaber an. Der Gasometer verbindet Industriegeschichte mit moderner Kunst und ist ein kultureller Treffpunkt für Pforzheim.
Das DDR-Museum
Das DDR-Museum in Pforzheim beschäftigt sich mit einer Thematik, die heute wichtiger denn je ist: die Bedenken um die Zukunft der Demokratie. Es stellt ein Zentrum für Demokratieerziehung dar, ganz bewusst in Abgrenzung zu nostalgischer Verklärung, die man oft in anderen DDR-Museen findet. Das Museum geht intensiv auf die Situation der damaligen Jugend, die Entstehung der Mauer und die Geschichte und Integration der mutigen Flüchtlinge aus der DDR ein. Der Museumsbesuch wird nicht etwa mit der friedlichen Revolution oder dem wiedervereinten Deutschland als beendet erklärt. Man verlässt am Ende dieses Museum, das sich deutschlandweit als einziges mit dem Thema „Integration und Ankommen in der Bundesrepublik“ beschäftigt, mit dem Gedanken, dass die Demokratie keineswegs selbstverständlich ist.
Das Archäologisches Museum Pforzheim
Das Archäologische Museum Pforzheim ist ein Wissens- und Erlebnisort! Hier wird die 2000-jährige Geschichte Pforzheims lebendig. Bei Ausgrabungen 1995 wurden unzählige Schätze gefunden, die hier ausgestellt werden und euch in die Vergangenheit reisen lassen. Die Ausstellung präsentiert euch Funde aus der Römerzeit, wodurch ihr Einblicke ins Leben vor zwei Jahrtausenden bekommt. Hier gibt es außerdem römische Mauerreste von Wohngebäuden, die Zeugnisse eines florierenden antiken Handels sind. Das Museum beantwortet Fragen über Fragen: Wo kamen die Bewohner her? Welche Götter gab es? Welche Rolle spielte der Limes beim Untergang der Stadt? Für junge Forscher gibt es zudem einen besonderen Reiz: Lucius, der Römerjunge, führt in einem Animationsfilm durch das Museum. Kommt vorbei und entdeckt römische Spuren!
Das Schmuckmuseum
Wie der Name, so das Museum: Das Schmuckmuseum im Reuchlinhaus in Pforzheim ist ein wahres Schmuckstück im Bereich der Museen Pforzheims! Mit über 2000 Ausstellungsstücken erzählt es die spannende Geschichte des Schmucks vom Anfang bis zur Gegenwart. Es erwarten euch elegante Jugendstil-Schmuckstücke, barocker Prunk und sogar Schmuckstücke aus der Etruskerzeit! Ausstellungsstücke aus neuester Zeit dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ihr findet hier aber mehr als eine reine Schmuckausstellung. Kommt vorbei und erfahrt mehr über fremde Kulturen und was der jeweilige Schmuck über sie aussagt. Ein Stückchen Heimat ist natürlich auch zu finden: eine Sammlung an Taschenuhren, die direkt in Pforzheim hergestellt wurden, im 17. bis ins 19. Jahrhundert hinein. Ein großes Kapitel in der Geschichte Pforzheims. Ihr möchtet kurz Rast machen und euch stärken? Kein Problem! Direkt vor Ort gibt es ein gemütliches Museums-Café, in dem ihr sogar frühstücken könnt.
Das Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie
Wie bereits erwähnt, ist Pforzheim bekannt für traditionsreiche und früher sogar den Weltmarkt dominierende Schmuck- und Uhrenindustrie. Genau diese Geschichte lässt sich im Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie näher bewundern. Ihr könnt hier nicht nur die Geschichten der Menschen, die hinter dem Ganzen steckten und die Industrie geprägt haben, entdecken, sondern auch direkt vor Ort den gesamten Herstellungsprozess eines Schmuckstücks oder einer Uhr von Anfang bis zum Ende miterleben. Außerdem könnt ihr auch hier an diversen Workshops und Kursen teilnehmen, die in Zusammenarbeit mit der Goldschmiedeschule Pforzheim veranstaltet werden. Seid euer eigener Schmuckdesigner!
Pforzheim hat wirklich eine sehr vielfältige und abwechslungsreiche Museumslandschaft zu bieten. Egal, ob ihr Geschichtsinteressierte:r, Schmuckliebhaber oder einfach nur neugierig seid – Pforzheim hat für jeden etwas zu bieten. Wenn es nach uns ginge, dann könnte das Wetter öfter schlecht sein, damit wir genug Zeit haben, die schönen Museen in Pforzheim zu erkunden.
FAQs
Gasometer Pforzheim: 13 € bzw. ermäßigt 11 €; Das Archäologische Museum und DDR-Museum: kostenfrei; Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie: 3 € bzw. ermäßigt 2 €; Schmuckmuseum 4,50 € bzw. ermäßigt 2,50 €.
Leider bietet nur das Schmuckmuseum Führungen in Fremdsprachen an.
Ja, die gibt es. Jedes einzelne Museum hat speziell auf Kinder zugeschnittene Angebote. Informiere dich am Besten auf den einzelnen Webseiten der Museen.
Das Archäologische Museum und das Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie sind barrierefrei. Beim Schmuckmuseum ist das untere Geschoss barrierefrei, das DDR-Museum ist leider gar nicht barrierefrei.
Buche deine Führung am Besten immer im Voraus, um lange Anstehzeiten zu vermeiden.
Du suchst bei schlechtem Wetter eher Entspannung? Kein Problem, unser Blogbeitrag über die Albtherme in Waldbronn hilft dir weiter!